Die Online Apotheke
Der Handel mit Arzneimittel im Internet ist nichts neues. Jedoch ist es für den Patienten häufig schwer herauszufinden, ob es sich um eine seriöse Apotheke handelt oder eher um dubiose Anbieter. Das Mutterland der Online Apotheke sind die USA. Sie besitzen dort fast die gleichen Rechte, wie die öffentlichen Apotheken. Leider kennt man auch daher die dubiosen Anbieter von Arzneimitteln. Dort bekommt man auch Arzneimittel, wenn man kein gültiges Rezept hat. Ein „Cyber Doc“, also ein virtueller Arzt führt dabei eine virtuelle Untersuchung anhand von einigen Fragen durch und erstellt dann eine Diagnose und stellt entsprechend ein Rezept aus.
Seit Ende der 1990er dürfen auch in Europa Arzneimittel via Internet verkauft werden. Der Transport wird hier durch den EU Binnenhandelsvertrag geregelt. Die Vorreiter waren hier die Niederländer und Schweizer. Schnell folgten auch die Nationen Dänemark, Frankreich, Großbritannien und Norwegen. Internetapotheken mit Sitz in einem der Länder können als seriös angesehen werden. Sie müssen sich genauso an die strengen Vorschriften der jeweiligen Regierungen halten, wie die örtlichen Apotheken. Die wohl bekannteste europäische Internetapotheke ist 0800DocMorris.
Mit dem Artikel 20 des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes von 2004 kam auch die Möglichkeit für deutsche Apotheker auf, einen Antrag auf Erlaubnis zum Versandhandel von Arzneimittel via Internet aus seiner Apotheke heraus zu stellen. Dabei unterliegt diese Form des Handels genauso den Qualitätsanforderungen gemäß §11a ApoG, wie die Abgabe der Arzneimittel über die Theke. Auch die Anforderungen in Bezug auf die Sortiments-, Beratungs- und Sorgfaltsvorschriften müssen eingehalten werden. Deshalb kann man sich bei Onlineapotheken mit Sitz in Deutschland darauf verlassen, dass man dort seine Arzneimittel genauso sicher kauft, wie in einer örtlichen Apotheke an der Ladentheke. Auch eine Nasenspülung kann man in einer Online-Apotheke bestellen.